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Hier ein paar Bilder von 2014.

 

Nach fast drei Sommern an Land schwamm RUSALKA Anfang August 2014 wieder. Die Großbaustelle war nötig geworden, weil das Boot einfach zuviel Wasser nahm. Es sollte einmal komplett mit Baumwollfäden gedichtet werden, damit der Rumpf wieder stramm und dicht wird. Die meisten der eingebogenen Eichenspanten waren aber hier und/oder da gebrochen und örtlich dedoppelt. Vor dem Dichten musste also erst die Zugfestigkeit der Spanten wiederhergestellt werden. Ich entschied mich aus verschiedenen Gründen dafür die alten Spanten drin zu lassen (die alle nur gebrochen waren, nicht vergammelt) und sie mit neuen, schichtverleimten aufzudoppeln.

Die Einrichtung und der Motor kamen also raus und 25 Paar Spanten neu rein. Wie bei den alten Spanten wurde jede Planke mit jedem Spant mit einer Kupferniete und einer Holzschraube befestigt, immer alternierend. Das waren also ca. 1000 Nieten, vielleicht 1200 Schrauben und entsprechend viele Proppen.

Im Kielbereich mussten drei Planken erneuert werden, weil sie örtlich weich waren. Der Rest der meist originalen Außenhaut aus Honduras Mahagoni ist noch in recht gutem Zustand. Durch das viele "Rumgekloppe" an dem Boot waren viele "Dichtende Krümel" aus den aufgetrockneten Nähten gefallen, darum entschloss ich mich, jede Naht auszukratzen, mit einem Baumwollfaden zu dichten und mit Sika zu versiegeln (statt mit Leinöl-Kitt). Also alle Nähte, so etwa 400 laufende Meter.

Wo das Unterwasserschiff gerade so schön trocken war, wurde das auch gleich mit abgezogen und erhielt einen neuen Farbaufbau.

Desweiteren bekam RUSALKA einen neuen Ruderkoker (der alte leckte auch an der Bodenplatte), und eine neue Püttingkonstrukion, denn die vorhandene (nicht originale) war Plunder. Die Bodenbretter mit ihren Auflagern mussten auch neu, weil die vorherigen vom vielen aufschwimmen recht zertreten waren.

Ansonsten musste es zum Schluss hin einfach mal schnell fertig werden, damit wir die letzten Ferienwochen noch in den Segelurlaub fahren konnten. Das Boot kam am 01. August ins Wasser (es war trotz des zusätzlich verbauten Gewichts leichter geworden), dann wurde noch der überholte Motor wieder eingebaut und die neue Elektrik fertig gestellt und die zweite und dritte Augustwoche konnten wir Segeln gehen. Die Einrichtung war zwar provisorisch aber eigentlich schon besser als die alte.

Vielen Dank an Sören, Jakob, Ecki und Karsten, die im brütend heißen Juli richtig rangeklotzt haben, damit unser Boot noch rechtzeitig ins Wasser kommt!

Hier im Strelasund wäscht sich der Töchter vielköpf'ger Schar endlich mal die Füße. Man stelle sich vor: Drittkind Eliana ist schon über ein Jahr alt und noch nie auf RUSALKA gesegelt! Wurde auch Zeit, also für uns alle. 

Eigentlich war's genauso, wie vor drei Jahren, nur dass die Wanten strammer waren und die Pumpe nicht auf Automatik geschaltet war. Nach drei Tagen wussten wir auch wieder, wie das nochmal ging mit dem Anlegen und so. An das Segeln konnte sich das Boot selbst noch erinnern, das fährt ja eigentlich auch von allein, wenn man mal das Groß hochzieht. 

Die Bumsboje, unser Beiboot, war auch wieder mit dabei und schlug sich tapfer in mancher Hafenkinderspritzschlacht und natürlich erst recht beim Wriggen in den Rennen gegen geruderte Schlauchboote (die sind ja langsam!) 

Die zweiwöchige Tour ging eigentlich nur durch die heimatlichen Boddengewässer (Hiddensee, Ralswiek, Strelasund), aber wir wollten ja auch das Zusammensein auf dem Boot genießen und nicht Meilen fressen, damit sie hinterher wieder ausgekotzt werden können. Hat auch gut geklappt. Die beiden "großen" Töchter (8 und 4 Jahre) sprachen immer von "Rusalka" und nicht, wie wir Eltern vom "Boot", und die Kleine lief mit Weste und Abwasch-Schwamm an Deck herum und ist auch nur zweimal den fünfstufigen Niedergang runtergefallen (Heulte vorwurfsvoll Da - bumm!) 

Alte Freunde haben wir auch getroffen und mit ihnen ein paar schöne Tage verbracht: Stefan und Verena mit ihrem Spaekhugger, und später noch Daniel und Greta mit ihrem Haikutter (auch mit drei Kindern). 

Für die Zukunft wünschen sich die Mädchen doch lieber wieder das Clo, statt den kratzigen Eimer, aber wenn nicht, ist's auch nicht so schlimm, Hauptsache der Kocher und die Kojenlampen funktionieren.

Ich wünsch' mir noch so einige Sachen für das Boot, aber ist erstmal nicht so wichtig, Hauptsache meine Mädchen kommen gerne wieder mit !

 

Aktualisiert: 03.09.2014

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